Mecklenburg-VorpommernFeuer im Müritz-Nationalpark - Es brennt es auf 318 Hektar

Noch ist ein Ende des Flächenbrandes im Müritz-Nationalpark nicht in Sicht. Im Gegenteil: Das Feuer weitet sich aus. Unterstützung kommt unter anderem aus Bayern.
Kratzeburg (dpa/mv) - Der Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände im Müritz-Nationalpark hat sich auch in der vergangenen Nacht weiter ausgebreitet. Nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sind inzwischen 318 Hektar betroffen, was in etwa der Fläche von 445 Fußballfeldern entspricht. Die Löscharbeiten werden erheblich erschwert, weil im Boden Altmunition lagert und die Feuerwehr wegen der Explosionsgefahr nicht nah genug an den Brand herankommt.
Es sind etwa 375 Einsatzkräfte vor Ort, am Vormittag wird voraussichtlich Unterstützung aus Bayern eintreffen. Derzeit sei es windstill, was für die Situation gut sei, so ein Sprecher des Landkreises. Es sei aber schwer einzuschätzen, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickle. Derzeit breite sich das Feuer vor allem in südöstliche Richtung aus.
Zur Brandbekämpfung wurden Kreisregner, die sonst zur Bewässerung genutzt werden, von anderen Bundesländern angefragt. Aus Sachsen und Brandenburg sollen welche kommen. Auch Bayern schickt Kreisregner und zudem einen Schlauchwagen mit 2000 Meter langem Schlauch sowie 20 Feuerwehrkräfte zur Unterstützung. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) will sich heute in der betroffenen Region selbst ein Bild von der Lage machen.
Einsatz dürfte sich noch Tage hinziehen
Gemeldet wurde der Brand am Montag. Seitdem läuft der Einsatz. Hoffnung auf Regen in nennenswerter Menge in der Region gebe es erst in Richtung Ende der Woche, hieß es aus dem Landkreis. In jedem Fall werde der Einsatz noch Tage dauern. Die Polizei bat erneut, Rad- und Wanderwege im betroffenen Bereich nicht zu nutzen. Kanuten und Kanutinnen sollten nicht von den Seen in die Havel wechseln.