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Mecklenburg-VorpommernTarifstreit: Warnstreiks an Unikliniken geplant

26.01.2026, 14:11 Uhr
Verdi-plant-Protestaktionen-in-Greifswald-und-Rostock

Die Fronten im Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder sind hart. Die Gewerkschaften rufen auch in MV zu Warnstreiks auf. In gut zwei Wochen werden die Verhandlungen fortgesetzt.

Rostock/Greifswald (dpa/mv) - Die Gewerkschaften wollen in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Länder den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber erhöhen. Dazu soll es am Dienstag zunächst in Greifswald an der Universitätsklinik Warnstreiks und Protestaktionen geben. Am Mittwoch wollen dann nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Beschäftigte der Universität und der Universitätsmedizin Rostock zeitweise die Arbeit niederlegen und in einem Demonstrationszug ins Stadtzentrum ziehen.

Der Klinikbetrieb werde an diesen Tagen eingeschränkt, die Versorgung von Notfällen jedoch jederzeit gewährleistet sein, erklärte Jochen Penke, Fachbereichsleiter bei Verdi Nord.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) habe auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber trügen deshalb die Verantwortung für die Ausweitung der Warnstreiks, so Penke weiter.

Erfahrungsgemäß ist eine Einigung erst in der dritten Verhandlungsrunde erwartbar, die am 11. Februar in Potsdam anläuft. Für die Beschäftigten fordern die Gewerkschaften sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zusätzlich, um untere Lohngruppen zu stärken. Das lehnen die Arbeitergeber ab.

Quelle: dpa

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