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Mecklenburg-VorpommernTotschlag-Prozess gegen Pasewalker ohne Zuschauer

11.11.2020, 02:49 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild)

Nach einem Streit ist im Mai ein 42-jähriger Mann in Pasewalk erstochen worden. Nun steht der Tatverdächtige vor Gericht. Es war nicht seine erste Gewalttat.

Neubrandenburg (dpa/mv) - Im Prozess wegen Totschlags gegen einen 31 Jahre alten Mann aus Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) hat das Landgericht Neubrandenburg die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Dies sei nötig, weil für den Angeklagten eine Unterbringung in einem psychiatrischen Haftkrankenhaus in Betracht zu ziehen ist, sagte Richter Klaus Kabisch am Mittwoch. Damit entsprach die Kammer einem Antrag des Verteidigers, der "schutzwürdige Umstände aus dem persönlichen Leben des 31-Jährigen" angeführt hatte. Die Verhandlung sollte am 25. November fortgesetzt werden. Auch die Urteilsverkündung wird an dem Tag erwartet, die dann auch öffentlich begründet werden soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Mai 2020 einen Bekannten vor einem Mehrfamilienhaus in der Oststadt Pasewalks getötet zu haben. Rechtsmedizinern zufolge soll der Mann insgesamt 15 Mal auf das 42 Jahre alte Opfer eingestochen haben. Dafür habe sich der Angeklagte nach einem Streit im Vorfeld extra ein Messer mit einer 19 Zentimeter langen Klinge aus seiner Wohnung geholt.

Das Opfer starb noch am Tatort. Der 31-Jährige wurde nach Hinweisen von Zeugen kurz danach festgenommen. Er soll nach Angaben seiner Anwälte betrunken gewesen sein und sich nicht mehr an die Bluttat erinnern. Der 31-Jährige ist einschlägig vorbestraft. Er hatte unter anderem einen Angehörigen im Alkoholrausch schwer verletzt und dafür eine Freiheitsstrafe verbüßt.

Das Landgericht will Ende November noch einen weiteren Zeugen hören, der wegen eines Corona-Verdachtsfalles am Mittwoch nicht aussagen konnte. Danach sollen der psychiatrische Gutachter gehört und die Plädoyers gehalten werden.

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