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Mecklenburg-Vorpommern Weltflüchtlingstag: Papierboote sollen auf Leid hinweisen

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Greifswald (dpa/mv) - Der Verein "Greifswald hilft" will zum Weltflüchtlingstag am Samstag auf die Situation von Geflüchteten auf den griechischen Inseln aufmerksam zu machen. Die Initiative schließt sich nach eigenen Angaben einer Aktion von "Coasts in Solidarity" an. Am Hafen und auf dem Marktplatz von Greifswald sollen Boote aus Papier und Pappe verteilt werden, teilte der Verein am Freitag mit. Außerdem fordert er ein eigenes Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Situation der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln sei katastrophal, hieß es. Fast 40 000 Menschen würden in völlig überfüllten Lagern ausharren. Seit dem Ausbruch des Coronavirus in Europa im März habe sich die Situation dramatisch zugespitzt. Dabei seien viele Städte und Kommunen bereit, geflüchtete Menschen aufzunehmen. Der Initiative "Seebrücke" zufolge hätten sich deutschlandweit bisher 157 Städte zu "sicheren Häfen" erklärt, hieß es. Im Nordosten seien das Rostock, Greifswald und Neubrandenburg.

Dem Verein "Greifswald hilft" zufolge dürfen Bundesländer eigene Landesaufnahmeprogramme starten und Geflüchtete aufnehmen. "Deshalb fordern wir von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern ein eigenes Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete aus den griechischen Lagern", teilte der Verein mit.

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