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Mecklenburg-Vorpommern Windrad oben "kontrolliert abgebrannt": 500.000 Euro Schaden

Eine vom Feuer zerstörte Windkraftanlage steht in Ganschendorf bei Sarow. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa)

Feuerwehrleute wollen Brände bei Einsätzen eigentlich löschen. Bei den bis zu 100 Meter hohen Windrädern können sie die oberste Technik aber nur "kontrolliert abbrennen lassen", sagen Fachleute - wie bei Demmin.

Demmin (dpa/mv) - Bei einem Brand eines Windrades in einem Windpark bei der Gemeinde Sarow (Mecklenburgische Seenplatte) bei Demmin ist ein Schaden von rund 500.000 Euro entstanden. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte, geriet bei starkem Wind das Maschinenhaus im obersten Teil der Windkraftanlage in Brand. Wegen der Höhe in etwa 100 Metern konnten die Feuerwehrleute das Feuer am späten Montagabend nur "kontrolliert abbrennen lassen", wie Kreiswehrführer Enrico Kollhof erläuterte.

"Das größte Risiko sind dabei immer herabstürzende Trümmerteile", sagte Kollhof am Dienstag. Die Feuerwehren fordern deshalb, dass solche hohen Windräder immer mit automatischen Branderkennungs- und Feuerbekämpfungssystemen ausgestattet sind. Ob das im Fall des Windparkes bei Sarow, der aus zwölf Windrädern besteht, der Fall war, ist unklar. Im Sommer seien solche Feuer gefährlicher, sagte Kollhof, denn dann könnten trockene Getreidefelder oder Wiesen ebenfalls dadurch in Brand geraten.

Die Feuerwehren sperrte die Zufahrten zum Windpark ab. Das Maschinenhaus brannte völlig aus, Teile der Verkleidung stürzten zu Boden. Der Mast und die Propellerflügel blieben weitgehend unbeschädigt. Als Brandursache gab die Polizei einen technischen Defekt im Maschinenhaus an, wo die Drehbewegung der Propeller in Strom umgewandelt wird.

Es war nicht der erste Brand in dem Windpark, wo die anderen elf Windräder derzeit auch weiter in Betrieb sind. Schon 2015 war ein Maschinenhaus ausgebrannt, damals soll ein Blitz dort eingeschlagen sein. Solche Brände im oberen Teil der Windräder sind nach Angaben der Sicherheitsbehörden und Feuerwehren allerdings eher selten.

© dpa-infocom, dpa:220104-99-582178/3

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