Mecklenburg-VorpommernZu Jahresbeginn mehr Arbeitslose im Nordosten

Winterbedingte Baustopps und auslaufende Verträge belasten den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern im Januar. Vor einem Jahr sah die Lage ähnlich aus.
Kiel/Schwerin (dpa/mv) - Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern auf 69.600 gestiegen. Das waren 4.300 Menschen und damit 6,6 Prozent mehr als im Dezember, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit in Kiel mitteilte. Aktuell läge die Arbeitslosenquote bei 8,5 Prozent.
Der Anstieg ist der Agentur zufolge typisch für die Jahreszeit und habe verschiedene Gründe. "Etwa auslaufende Arbeitsverträge zum Jahresende sowie witterungsbedingte Auftragsrückgänge im Straßen-, Garten- und Wohnungsbau aufgrund des Wintereinbruchs", sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Biercher. Der Arbeitsmarkt im Nordosten sei stabil. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen im Januar demnach um ein Prozent.
Am niedrigsten war die Arbeitslosenquote – wie schon im Vormonat – in den Landkreisen Rostock und Ludwigslust-Parchim (6,3 Prozent), am höchsten im Landkreis Vorpommern Rügen (10,5 Prozent). Bei den kreisfreien Städten lag die Quote in Schwerin demnach bei 10,6 Prozent, in Rostock bei 8,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote sagt aus, wie hoch der Anteil der registrierten Arbeitslosen an den Menschen ist, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.