Niedersachsen & Bremen37,3 Grad: DWD misst Juni-Rekordtemperatur in Bremen

Seit Tagen hält die Hitzewelle an, jetzt wurde ein Rekord für Juni gemessen. Extreme Temperaturen werden laut Experten im Zuge der Klimakrise häufiger.
Bremen/Offenbach (dpa/lni) - Mit 37,3 Grad hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die bisher höchste Temperatur für einen Junitag in Bremen gemessen. Das teilte der DWD auf Grundlage vorläufiger Daten mit. Bisher lag der Juni-Hitzerekord in Bremen bei 35,4 Grad am 30. Juni 2019.
Die DWD-Werte sind zunächst vorläufig und werden noch überprüft, bevor sie dann später offiziell bestätigt werden. Der Höchstwert unabhängig vom Monat liegt übrigens bei 37,6 Grad - gemessen am 9. August 1992.
Der Rekordwert war abzusehen: Seit Tagen schwitzen weite Teile Deutschlands in einer Hitzewelle mit Temperaturen bis um die 40 Grad. Die Temperatur sinkt vielerorts auch nachts nicht unter 20 Grad. Der Deutsche Wetterdienst spricht ab dieser Grenze von tropischen Nächten.
Häufiger heftige Hitze
Heftige Hitze wie in diesen Tagen ist im Zuge der Klimakrise hierzulande häufiger geworden - und dürfte noch weiter zunehmen. Zahlen des Deutschen Wetterdienstes belegen, dass die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland zugenommen hat.
Trotz starker Schwankungen zwischen den Jahren sei der Trend insgesamt deutlich steigend, betont das Umweltbundesamt. Hitzewellen sind weltweit aufgrund des Klimawandels intensiver und auch wahrscheinlicher geworden.
Eine allgemeingültige Definition einer Hitzewelle gibt es nicht. Der Deutsche Wetterdienst beschreibt eine Hitzewelle als eine mehrtägige Periode mit ungewöhnlich hoher Wärmebelastung. Insbesondere für alte und kranke Menschen bedeuten Hitzewellen ein großes Risiko für die Gesundheit.