Niedersachsen & BremenNiedersachsen knackt Hitzerekord – So heiß war es noch nie

Selbst nachts kühlt es kaum ab: Niedersachsen erlebt einen Hitzerekord. Wie hoch die Temperaturen klettern – und warum solche Extremtage häufiger werden.
Hannover/Offenbach (dpa/lni) - Mit 40,2 Grad in Lüchow (Landkreis Lüchow-Dannenberg) hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die bisher höchste Temperatur in Niedersachsen gemessen. Das teilte der DWD auf Grundlage vorläufiger Daten mit, nachdem der bisherige Hitzerekord im Land zuvor bei 40 Grad am 20. Juli 2022 in Barsinghausen (Region Hannover) gelegen hatte.
Die DWD-Werte sind zunächst vorläufig und werden noch überprüft, bevor sie dann später offiziell bestätigt werden.
Der neue Rekordwert war abzusehen: Seit Tagen schwitzen weite Teile Deutschlands in einer Hitzewelle mit Temperaturen bis um die 40 Grad. Die Temperatur sinkt vielerorts auch nachts nicht unter 20 Grad. Der Deutsche Wetterdienst spricht ab dieser Grenze von tropischen Nächten.
Häufiger heftige Hitze
Heftige Hitze wie in diesen Tagen ist im Zuge der Klimakrise hierzulande häufiger geworden - und dürfte noch weiter zunehmen. Zahlen des Deutschen Wetterdienstes belegen, dass die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland zugenommen hat.
Trotz starker Schwankungen zwischen den Jahren sei der Trend insgesamt deutlich steigend, betont das Umweltbundesamt. Hitzewellen sind weltweit aufgrund des Klimawandels intensiver und auch wahrscheinlicher geworden.
Eine allgemeingültige Definition einer Hitzewelle gibt es nicht. Der Deutsche Wetterdienst beschreibt eine Hitzewelle als eine mehrtägige Periode mit ungewöhnlich hoher Wärmebelastung. Insbesondere für alte und kranke Menschen bedeuten Hitzewellen ein großes Risiko für die Gesundheit.