Niedersachsen & BremenAuto stürzt in eiskalten Fluss – Ersthelfer rettet Fahrer

Nach einem Unfall stürzt ein Auto in Oldenburg in einen kleinen Fluss. Ein Augenzeuge zögert nicht lang und springt in das eiskalte Wasser, um den Fahrer aus dem sinkenden Auto zu retten.
Oldenburg (dpa/lni) - Ein junger Mann ist bei Minusgraden in einen eiskalten Fluss in Oldenburg gesprungen, um einen 70-Jährigen nach einem Unfall aus einem untergehenden Auto zu retten. Der 29 Jahre alte Ersthelfer habe dem 70-Jährigen geholfen, aus dem Wagen herauszukommen, sagte ein Polizeisprecher. Das Auto sei danach in der Haaren, einem kleinen Nebenfluss der Hunte, komplett versunken.
Beide Männer seien leicht verletzt worden – der 29-Jährige habe sich eine Unterkühlung zugezogen, der 70-Jährige sei auch durch den Unfall verletzt worden, sagte der Sprecher. Die Lufttemperatur habe am Vormittag bei etwa minus 4 Grad Celsius gelegen. Rettungskräfte brachten beide in ein Krankenhaus.
Dank der schnellen Reaktion des Ersthelfers sei der spektakuläre Unfall vergleichsweise glimpflich ausgegangen, teilte die Polizei weiter mit. Der 29-Jährige habe die gefährliche Situation erkannt und sein eigenes Fahrzeug angehalten. Er sprang in den Fluss, um dem 70-Jährigen beim Verlassen des Autos zu helfen – da sei der Wagen bereits am Sinken gewesen.
Wie es zu dem Notfall kam
Vorausgegangen war der Rettungsaktion ein Unfall. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten soll ein 66 Jahre alter Autofahrer mit seinem Wagen an einer Einmündung dem 70-Jährigen die Vorfahrt genommen haben. Beide Autos stießen zusammen. Das Auto des 70-Jährigen kam nach rechts von der Straße ab, durchbrach ein Geländer und stürzte dann in den kleinen Fluss.
Feuerwehrleute halfen einem Abschleppunternehmen, das Auto aus dem Wasser zu bergen. Gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.