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Niedersachsen & Bremen Demonstranten fordern Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht

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Wippingen (dpa/lni) - Als Reaktion auf den Angriff eines Wolfes auf eine Kuh haben sich am Samstag Hunderte Menschen im emsländischen Wippingen zu einer Kundgebung versammelt. "Wir treffen uns, um unsere Sorgen zu transportieren, damit das Problem nicht verharmlost wird", sagte Matthias Everinghoff, Sprecher der mitorganisierenden Landwirte-Initiative "Land schafft Verbindung". Es sei denkbar, dass die Raubtiere auch Menschen angreifen könnten, hieß es. Angemeldet waren 500 Teilnehmer, nach Polizeiangaben waren 750 Menschen bei der Veranstaltung.

Gefordert wurde eine Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und eine Obergrenze für die Anzahl der Wölfe. "Wir werden uns Gedanken machen müssen, denn natürlich wird er sich nicht regulieren", sagte Everinghoff.

Bereits am Freitag waren rund 3500 Unterschriften an den Landrat des Landkreises Emsland, Marc-André Burgdorf (CDU), übergeben worden, mit dem ein Antrag auf Abschuss der Wölfe bei Wippingen unterstützt werden soll.

Im Mai war in Wippingen auf einer Weide eine trächtige Kuh nur wenige Meter von einem Bauernhaus gerissen worden - die Spuren deuteten auf einen Wolfsriss hin.

Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz lebten dem Wolfsmonitoring 2019/20 (1. Mai 2019 bis 30. April 2020) zufolge die meisten Wolfsrudel in Brandenburg (47), gefolgt von Sachsen (28) und Niedersachsen (23). Dem zuständigen Wolfsberater zufolge leben allein im erweiterten Umkreis des Emslandes vier Rudel.

© dpa-infocom, dpa:210612-99-966781/3

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