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Niedersachsen & BremenFlucht eines Mörders: Warum er wochenlang in Klinik bleibt

29.07.2026, 14:54 Uhr
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Ein verurteilter Mörder entkommt bei einem begleiteten Ausgang mit einem Motorrad bis nach Italien, dort hat er einen Unfall. Jetzt muss er wohl noch längere Zeit im Vollzugskrankenhaus bleiben.

Hannover (dpa/lni) - Nach seiner zwischenzeitlichen Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Celle nach Italien muss ein verurteilter Mörder voraussichtlich eine ganze Weile in einer Klinik bleiben. Die Behandlung des Mannes im Vollzugskrankenhaus im emsländischen Lingen werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums. Weitere Details zu dem laufenden Ermittlungsverfahren nannte er nicht. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Mann war am 16. Juni bei einem begleiteten Ausgang in Peine geflohen.

Nach seiner Flucht wurde der 42-Jährige in Italien gefasst. Er war nach Angaben der Behörden in einen Motorradunfall ohne Fremdbeteiligung verwickelt und verletzt worden. 2011 war er vom Landgericht Hildesheim wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte im Jahr 2010 eine 23 Jahre alte Frau aus Peine mit zahlreichen Messerstichen getötet.

An Motorrad gearbeitet

Nach früheren Angaben des Justizministeriums hatte er im Juni die Wohnung seiner Mutter besucht, zeitweise war er mit einem JVA-Bediensteten in einer nahegelegenen Garage, wo er an einem Motorrad arbeitete. Später durfte er allein dorthin, um die Arbeiten abzuschließen. Allerdings kehrte er nicht zurück, sondern floh.

Unklar war zunächst, wie der Gefangene zu dem Motorrad kam. Nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" hatte er familiäre Hilfe: Die Maschine stand demnach in der Garage seiner Mutter, die Frau soll es auch gewesen sein, die das Motorrad anmeldete.

Quelle: dpa

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