Niedersachsen & BremenGewalttat in Stade: Opferschutzbeauftragter sichert Hilfe zu

Für viele Menschen sitzt der Schock nach der Gewalttat von Stade tief. Damit Betroffene möglichst schnell und unkompliziert Hilfe erreicht, wird ein entsprechendes Angebot organisiert.
Hannover/Stade (dpa/lni) - Nach der Gewalttat von Stade mit sechs Toten hat der Opferschutzbeauftragte Niedersachsens Betroffenen Hilfe zugesichert. "Wir können nicht ungeschehen machen, welches Leid durch den Akt der Gewalt über so viele Menschen gebracht wurde, sagte der Beauftragte Thomas Pfleiderer. Es gelte aber nach besten Kräften an der Seite der Betroffenen stehen und ihnen alle zur Verfügung stehende Hilfe zukommen lassen.
"Für Menschen, die eine Ihnen nahestehende Person verloren haben, verletzt wurden oder das Geschehen auf andere Weise miterleben mussten, wurde ein kostenloses Beratungstelefon eingerichtet", hieß es in einer Mitteilung des Landesbeauftragten. Betroffene werden demnach derzeit darüber informiert, dass sie dort von sehr erfahrenen psychosozialen Beraterinnen und Beratern akute Unterstützung erhalten.
Ein 45-Jähriger soll am Montag in Stade vier Frauen und zwei Männer erschossen haben. Hintergrund ist nach Angaben der Polizei möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Opfer Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamtes - sie waren beruflich dort.