Niedersachsen & BremenICE fährt in Oberleitung – ein Gleis für Reparatur gesperrt

Bei Lüneburg prallt ein ICE gegen eine Oberleitung. Rund 460 Reisende sitzen am 1. Mai stundenlang fest. Einen Tag später gibt es noch Einschränkungen.
Bardowick (dpa/lni) - Nachdem ein ICE bei Bardowick nahe Lüneburg am Freitag gegen eine gerissene Oberleitung geprallt ist, kann es heute wegen Reparaturarbeiten noch zu Einschränkungen und Verspätungen kommen. Vor Ort gebe es drei Gleise, aktuell sei noch eins davon gesperrt, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. Betroffen sei der Fernverkehr zwischen Hamburg und Berlin.
Wie lange die Reparatur dauern wird, stand laut Bahnsprecher zunächst nicht fest. Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt zu informieren.
Die etwa 460 Reisenden im ICE hatten am Freitag mehrere Stunden lang in dem Zug auf dem Weg nach München festgesessen. Sie wurden auf freier Strecke über Verbindungsstege direkt in einen anderen Zug evakuiert, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Zug fuhr dann zurück nach Hamburg.
Bei der Evakuierung war besondere Vorsicht geboten: Wegen der Oberleitungs-Spannung von etwa 15.000 Volt bestand demnach potenziell Lebensgefahr. Die Ursache für den Oberleitungsschaden ist weiterhin unklar.
Der Vorfall hatte am 1. Mai auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin zu erheblichen Verspätungen geführt. Züge wurden über Hannover umgeleitet. Auch die Linien RE3 und RB31 der Metronom-Regionalzüge waren von dem Oberleitungsschaden betroffen.