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Niedersachsen & Bremen Meyer Werft fährt den Betrieb herunter

Blick auf die Produktionsstätte der Meyer-Werft. (. Foto: Tobias Bruns/dpa/Archivbild

(Foto: Tobias Bruns/dpa/Archivbild)

Papenburg (dpa/lni) - In der Corona-Krise wird es ab Montag ernst für die Meyer Werft: Die für ihre Kreuzfahrtschiffe bekannte Werft schließt dann für sechs Wochen ihre Tore - der Auftragsflaute in der Krise wegen. Das Unternehmen gehe bis zum 30. August in eine Art verlängerte Betriebsferien, sagte ein Unternehmenssprecher. Auch auf ihr Urlaubsgeld müssen die mehr als 3000 Beschäftigten warten - es geht um 14 Millionen Euro. In den kommenden fünf Jahren muss die Werft 1,2 Milliarden Euro sparen. Nach wie vor hofft das Unternehmen auf Hilfen vom Land Niedersachsen und vom Bund. Zunächst bis Ende des Jahres gibt es eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat über Kurzarbeit.

Geplant hatte das emsländische Familienunternehmen mit Standorten in Papenburg, Rostock und im finnischen Turku ursprünglich noch die Ablieferung von drei Kreuzfahrtschiffen. Doch inzwischen verhandelt die Werft mit ihren Kunden darüber, das Auftragsbuch zu strecken.

Die Corona-Pandemie mit ihren weltweiten Folgen für die Wirtschaft hat auch die Kreuzfahrtschiff-Branche hart getroffen. Der Tourismus steht weitgehend still, neue Schiffe benötigt die Branche derzeit nicht. Senior-Unternehmenschef Bernard Meyer bezeichnete die Lage kürzlich als "prekär".

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