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Niedersachsen & BremenMehr Geld für Schul-IT: Land einigt sich mit Kommunen

19.03.2026, 10:55 Uhr
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Vor der Einführung der Tablets für Lehrkräfte und Schüler kündigt die Landesregierung zusätzliche Millionen für die Kommunen an. Die Ministerin spricht von einem Meilenstein für Bildungsgerechtigkeit.

Hannover (dpa/lni) - Für die Digitalisierung von Niedersachsens Schulen gibt das Land den Städten und Landkreisen künftig mehr Geld. Darauf hat sich die Landesregierung aus SPD und Grünen mit den kommunalen Spitzenverbänden geeinigt, wie das Kultusministerium mitteilte.

Das ist geplant:

  • Im Schulgesetz wird verankert, dass das Land dauerhaft die Verantwortung für die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte mit digitalen Geräten übernimmt.

  • Für jedes neu angeschaffte Endgerät bekommen die Schulträger einen Zuschuss von 125 Euro für die IT-Administration. 

  • Der Beitrag des Landes für die Administrationskosten wird von 11 Millionen Euro auf 23,5 Millionen Euro pro Jahr mehr als verdoppelt.

  • Von 2028 an wird der Beitrag an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst angepasst, in Höhe von 72,5 Prozent der jeweiligen Tarifsteigerung.

Die Pläne stehen vor dem Hintergrund der zum neuen Schuljahr vorgesehenen Einführung von Leih-Tablets für alle Schülerinnen und Schüler in Klasse 7. Auch alle Lehrkräfte sollen unabhängig von Schulform und Jahrgang ein Tablet bekommen. Das Vorhaben ist eines der wichtigsten Projekte der rot-grünen Landesregierung. Bis 2031 sind dafür rund 800 Millionen Euro geplant.

Ministerin: "Meilenstein für Bildungsgerechtigkeit"

"Gute Bildung darf nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern – auch nicht in der digitalen Welt", sagte Ministerpräsident Olaf Lies (SPD). Die Ausstattung mit digitalen Endgeräten sei daher ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem.

Kultusministerin Julia Willie Hamburg sagte, mit der Verständigung auf die dauerhafte Finanzierung der Tablets sowie der IT-Administration habe die Regierung einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Die Kommunen würden dadurch spürbar entlastet. "Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für Bildungsgerechtigkeit, für modernes Lernen und für die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen", sagte die Grünen-Politikerin.

Die Kommunalverbände lobten die Einigung. Dass die Verantwortung des Landes für die Ausstattung der Schüler ab Jahrgangsstufe 7 sowie aller Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten im Schulgesetz festgeschrieben werden soll, sei von großer Bedeutung. Eine zentrale Zukunftsaufgabe werde damit dauerhaft rechtssicher geregelt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, Jan Arning.

Quelle: dpa

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