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Niedersachsen & BremenFünf Taten mit Schüssen: Polizei durchsucht Wohnungen

03.04.2026, 14:42 Uhr
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(Foto: Sebastian Peters/NEWS5/dpa)

Immer wieder fallen Schüsse in Bremen, ein Mann stirbt. Die Polizei beteuert, es gebe Fortschritte bei den Ermittlungen.

Bremen (dpa/lni) - Nach einer Reihe von Gewalttaten mit Schüssen in Bremen laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Am Donnerstag hätten Einsatzkräfte der Sonderkommission "Fokus" mit Unterstützung von Spezialkräften mehrere Wohnungen in Bremen sowie im benachbarten Niedersachsen durchsucht, teilte die Behörde mit. Dabei wurden "relevante Beweismittel" sichergestellt, die den Angaben zufolge nun ausgewertet werden. Es seien "bedeutende Fortschritte" erzielt worden.

Serie von Gewalttaten

Ende März hatte ein Unbekannter einem 60-Jährigen in die Beine geschossen. Der Mann kam schwer verletzt in eine Klinik und wurde operiert. Es war schon die fünfte Gewalttat mit Schüssen in der Hansestadt in dem Monat, zuletzt eskalierte die Gewalt mit Schusswaffen auf offener Straße: Mehrere Männer wurden im März durch Schüsse verletzt, ein 32-Jähriger starb.

Die Polizei betonte, man sei sich der Verunsicherung in der Bevölkerung bewusst und nehme diese ernst. Es werde alles darangesetzt, die Vorfälle umfassend aufzuklären. Allerdings könnten aus "kriminaltaktischen Gründen" derzeit keine weiteren Details veröffentlicht werden.

Ein Mann stirbt im Krankenhaus

Im Fall der bislang letzten Tat hatten Zeugen Schüsse im Bremer Ortsteil Kattenturm gemeldet. Einsatzkräfte fanden den Verletzten und leisteten Erste Hilfe. Von dem Täter fehlte zunächst jede Spur. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nach eigenen Angaben wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Zuvor hatte ein Unbekannter mehrfach auf einen 25-Jährigen in der Bremer Neustadt geschossen. Der junge Mann kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik, Lebensgefahr bestand nicht. Am 17. März eskalierte eine Auseinandersetzung, Anwohner berichteten von mehreren Schüssen, die Spurensicherung fand Patronenhülsen. Ein Unbekannter brachte einen 32 Jahre alten Mann mit mehreren Schusswunden in ein Krankenhaus, der dort kurze Zeit später starb.

Am 1. März wurden die Einsatzkräfte gleich zu zwei Tatorten nach Schüssen gerufen. Ein Unbekannter hatte auf einen 43-Jährigen im Bremer Ortsteil Walle geschossen. Er hatte mehrere Schusswunden in beiden Beinen, blutete stark und kämpfte um sein Leben. Wenig später fielen Schüsse in der Neustadt. Ein 42-Jähriger hatte eine Schusswunde am Fuß und sagte den Beamten, er habe einen Streit beobachtet und schlichten wollen.

Quelle: dpa

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