Niedersachsen & BremenPolizei kontrolliert mehr als 500 Menschen am Hauptbahnhof

Messer, Drogen und Widerstand: Was die Polizei bei der Großkontrolle am Hauptbahnhof Hannover fand – und wie ein Mann die Herausgabe eines Messers verweigerte.
Hannover (dpa/lni) - Bei Schwerpunktkontrollen in und um den Hauptbahnhof Hannover hat die Polizei mehrere Messer und Drogen sichergestellt. In einem sechsstündigen Einsatz am Freitag seien mehrere Hundert Menschen kontrolliert und mehr als 500 Durchsuchungen durchgeführt worden, teilten die Polizeidirektion Hannover und die Bundespolizeidirektion Hannover mit.
Sechs Messer und in zwei Fällen Drogen gefunden
Im Fokus der Kontrollen standen demnach Gegenstände, die unter die Verordnung zur sogenannten Waffenverbotszone fallen. Insgesamt verzeichnete die Polizei acht Sicherstellungen beziehungsweise Beschlagnahmen: sechs Messer sowie in zwei Fällen Drogen. Zwei Jugendliche hatten den Angaben zufolge jeweils 25 und 30 Gramm Marihuana bei sich.
Eine kontrollierte Person, bei der ein Messer gefunden wurde, leistete laut Polizei Widerstand. Der Mann habe die Herausgabe des Messers verweigert. Er sei daher am Boden fixiert worden und die Einsatzkräfte hätten ihm das Messer unter Anwendung von Zwang abgenommen. Der Mann kam in Polizeigewahrsam.
Mehrere Ermittlungsverfahren seien eingeleitet worden
Nach Angaben der Polizei wurden zudem zehn Platzverweise ausgesprochen. Neben mehreren Ordnungswidrigkeitsverfahren seien mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet worden – unter anderem wegen Widerstands, Beleidigung, Bedrohung, Diebstahls, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Die erhöhte Präsenz habe auch das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung stärken sollen, hieß es. Polizeivizepräsident Stefan Sengel sagte laut Mitteilung: "Waffen haben im öffentlichen Raum und erst recht in Bussen und Bahnen absolut nichts verloren." Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol, kündigte weitere großangelegte gemeinsame Kontrollen an.