Niedersachsen & BremenSandgrube bei Uelzen wird für Amphibienschutz ausgebaggert

Seltene Kröten und Frösche sind in einer Sandabbaugrube bei Uelzen zu Hause. Weil die Stillgewässer austrocknen, wird mit dem Bagger Erde abgetragen.
Uelzen (dpa/lni) - Kreuz- und Knoblauchkröten, Laub-, Moor- und kleine Wasserfrösche sowie Kammmolche: Diese sechs geschützten Amphibienarten sind in der ehemaligen Sandabbaugrube Langenbrügge im Landkreis Uelzen zu finden.
Wegen der großen Trockenheit der Böden ist ihre Fortpflanzung in Gefahr, zwei der drei Stillgewässer drohen auszutrocknen und können nicht mehr als Laichgewässer dienen. Mit einem Projekt wollen der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Uelzen zum Start ins Jahr 2022 den Lebensraum für die Amphibien verbessern.
Die Grube ist Teil des 72 Hektar großen und geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiets "Kammmolch-Biotop nordöstlich Langenbrügge". Sie wird seit 2017 nicht mehr für den Sandabbau genutzt. Neben Amphibien gibt es auch besondere Pflanzenarten wie das seltene Silbergras und den auf der Roten Liste stehenden rundblättrigen Sonnentau.
Nun wurden die Stillgewässer vertieft und vergrößert, Gehölze und Pappeln entfernt. "Mit Hilfe eines Baggers kann durch den Bodenabtrag das Grundwasser erreicht werden, so dass in den nächsten Jahren für die Kaulquappen ausreichend Wasser in den Teichen vorhanden sein sollte", erklärte Leonie Braasch, Projektmitarbeiterin beim NLWKN.