Niedersachsen & BremenVier Festnahmen nach brutalem Überfall auf Juweliergeschäft

Am helllichten Tag wird ein Juweliergeschäft in Hannover überfallen, der Inhaber angeschossen. Wenig später fliehen vier Männer im Wagen auf der A2 vor einer Polizeikontrolle. Sind es die Täter?
Hannover/Braunschweig (dpa/lni) - Nach einem brutalen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Hannover hat die Polizei vier Verdächtige festgenommen. Zwei der Männer seien 27 Jahre alt, die beiden anderen 24 und 26 - alle Verdächtigen sollten noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden, teilten die Staatsanwaltschaft und Polizei Hannover sowie die Polizei Braunschweig mit. Bei dem Überfall erhielt der 34 Jahre alte Inhaber einen Schuss ins Bein und kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht.
Nach den bisherigen Erkenntnissen bedrohten die mutmaßlichen Täter am Montag den Inhaber mit einer Pistole. Dann sollen sie auf die Vitrinen eingeschlagen und den Schmuck gestohlen haben. Als die Männer flüchteten, folgte ihnen der 34-Jährige - und der Schuss fiel. Die mutmaßlichen Täter flohen anschließend in einem silbernen Auto. Die Tatwaffe wurde zunächst nicht gefunden.
Schmuck bei Verdächtigen gefunden
Noch während der Ermittlungen am Tatort fiel Braunschweiger Polizeibeamten auf der Autobahn 2 zwischen Peine und Braunschweig ein Wagen auf. Dessen Insassen flohen vor einer Kontrolle, wurden aber wenig später festgenommen. Die Beamten fanden bei ihnen Schmuck, der als Beute infrage kam. Laut Polizei dürfte es sich nach derzeitigem Stand bei dem Auto der Männer um den Fluchtwagen handeln, den Zeugen nach der Tat in Hannover beobachtet hatten.
"Wer schwere Straftaten begeht, darf sich nicht darauf verlassen, aufgrund von Regions- oder Zuständigkeitsgrenzen der Polizei zu entkommen", sagte Harry Blome, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Hannover. Die Ermittlungen dauern an.