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Niedersachsen & BremenZu wenig Geld für das Rezept - Darum demonstrieren Apotheker

23.03.2026, 04:02 Uhr
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Die Zahl der Apotheken nimmt stetig ab - die Branche führt das auf die seit mehr als zehn Jahre nicht mehr erhöhten Honorare zurück.

Hannover (dpa/lni) - An diesem Montag bleiben die meisten Apotheken geschlossen: Mit einem Aktionstag machen Apotheker deutschlandweit auf ihre Forderung nach einer Erhöhung des Apothekenhonorars aufmerksam. In Hannover ist auf dem Opernplatz eine Kundgebung geplant, an der Apothekerinnen und Apotheker aus ganz Niedersachsen teilnehmen werden.

Was fordern die Apotheker?

Aus Sicht der Apotheker muss das seit Jahren stagnierende Honorar angehoben werden. Sie verweisen auf die stark gestiegenen Kosten. "Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag die Erhöhung des Apothekenhonorars versprochen", erklärte Mathias Grau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Landesapothekerverbands.

Wie ist die Situation?

Dem Landesapothekerverband zufolge wurde die Apothekenvergütung seit 2013 nicht angepasst. Die Kosten seien in diesem Zeitraum allerdings um 65 Prozent gestiegen. Viele Apotheken hätten daher bereits schließen müssen. Auch die Übernahme einer Apotheke oder die Neugründung werde für junge Apothekerinnen und Apotheker unattraktiver.

Wie hat sich die Zahl der Apotheken entwickelt?

Der Apothekenkammer Niedersachsen zufolge schlossen seit 2009 in diesem Bundesland 474 Apotheken. Das sei ein Rückgang der Apothekenzahl von fast 23 Prozent. Zum 30. September 2025 habe es in Niedersachsen 1.639 öffentliche Apotheken gegeben. Das sei der niedrigste Stand seit 45 Jahren, hieß es seitens der Kammer.

Was halten die Krankenversicherer von der Forderung?

Der GKV Spitzenverband der Kranken- und Pflegekassen fordert ebenfalls eine Vergütungsreform, allerdings differenziert nach der Größe der Apotheken: Absatzstarke Apotheken, etwa in stark frequentierten Großstadt-Vierteln, sollen demnach einen geringeren Fixbetrag erhalten. Apotheken mit einem geringeren Umsatz in ländlichen Regionen sollten aus Sicht der Kassen eine höhere Vergütung bekommen. Es brauche keine pauschal höhere Vergütung, sondern eine bessere Verteilung, hieß es von dem Verband.

Quelle: dpa

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