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Nordrhein-Westfalen Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen erholt sich allmählich

Auf einem transparenten Würfel ist das Logo der Arbeitsagentur zu sehen. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild

(Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild)

Mehr offene Stellen, weniger Arbeitslose: Mit dem Abflauen der Pandemie kommt Bewegung in den NRW-Arbeitsmarkt. Doch bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist, wird es noch eine Weile dauern.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Zu Sommerbeginn beginnt sich der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen allmählich von den Folgen der Corona-Pandemie zu erholen. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland sank im Juni den zweiten Monat in Folge stärker als es in den Jahren vor der Pandemie für diesen Zeitraum üblich war, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. "Das sind gute Zeichen für eine schrittweise Erholung", sagte der Chef der Regionaldirektion, Torsten Withake. Doch werde es Zeit brauchen, bis am Arbeitsmarkt das Vorkrisenniveau wieder erreicht sei.

Insgesamt sank in NRW die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Juni im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent auf gut 725.000. Die Arbeitslosenquote verringerte sich von 7,5 auf 7,4 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um knapp 7500 auf über 140.000. Stichtag für die Datenerhebung war der 14. Juni.

Die aktuelle Entwicklung sei positiv, sagte Withake. Dennoch sei es noch ein weiter Weg, bis die Folgen der Pandemie wirklich überwunden seien. Die Zahl der Arbeitslosen liege aktuell noch um 14,5 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Vor einem Jahr waren allerdings sogar 21,7 Prozent mehr Menschen arbeitslos gemeldet als vor der Pandemie.

Große Nachfrage nach Arbeitskräften sieht Withake aktuell nicht zuletzt in der Gastronomie, wo sich die Zahl der gemeldeten offenen Stellen binnen Monatsfrist um fast 52 Prozent erhöht habe. Auch in der Logistik und im verarbeitenden Gewerbe steige die Zahl der offenen Stellen spürbar.

Eine Herausforderung ist aktuell Withake zufolge vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit. Sie lag im Juni mit gut 336.000 betroffenen Menschen um mehr als 20 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Auf dem NRW-Ausbildungsmarkt standen im Juni gut 35 000 jungen Menschen auf der Suche nach einer Ausbildung rund 42.600 freie Ausbildungsstellen gegenüber. "Die Aussichten für alle, die eine duale Ausbildung beginnen möchten, sind gut. In den letzten Wochen hat der Ausbildungsmarkt in NRW noch einmal Fahrt aufgenommen", sagte Withake. Viele offene Ausbildungsstellen gebe es aktuell unter anderem noch im Verkauf von Lebensmitteln, in der Gastronomie und im Hochbau.

© dpa-infocom, dpa:210630-99-200632/2

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