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Nordrhein-WestfalenEntdeckte Missbrauchsdelikte an Kindern nehmen weiter zu

02.03.2026, 12:02 Uhr
Kein-Grund-zum-Aufatmen-Nordrhein-Westfalens-Innenminister-Herbert-Reul-CDU-stellt-die-Polizeiliche-Kriminalitaetsstatistik-2025-vor

Mehr als 4.500 Kinder wurden 2025 in NRW Opfer sexuellen Missbrauchs. Bei Missbrauchsabbildungen von Kindern sind die Täter oft selbst noch minderjährig. Der Innenminister ist zutiefst besorgt.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im vergangenen Jahr hat die Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen steigende Zahlen bei Totschlagsdelikten und sexuellem Missbrauch von Kindern registriert. Die Zahl aller erfassten Straftaten sank hingegen um drei Prozent auf knapp 1,4 Millionen Fälle im Vergleich zu 2024. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 hervor, die NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf vorgestellt hat.

Die weiter steigenden Zahlen beim sexuellen Missbrauch sowie bei Missbrauchsabbildungen von Kindern ("Kinderpornografie") nannte Reul zutiefst besorgniserregend. Dabei sei aber auch zu berücksichtigen: "Wer in diesem Bereich tief wühlt, findet auch mehr."

Beim sexuellen Missbrauch von Kindern registrierte die Polizei laut Kriminalstatistik ein Plus von 2,7 Prozent auf mehr als 4.500 Fälle im Vergleich zu 2024. Die Aufklärungsquote liegt demnach bei etwa 83 Prozent.

Bei Missbrauchsabbildungen von Kindern verzeichnete die Polizei mit mehr als 9.800 Fällen ein Plus von neun Prozent. Im Sechs-Jahres-Vergleich haben sich die Zahlen in diesem Deliktbereich sogar verdoppelt. Als besonders besorgniserregend wertete das Innenministerium, dass von rund 7.700 ermittelten Tatverdächtigen mehr als 20 Prozent Kinder und weitere rund 22 Prozent Jugendliche gewesen seien.

Quelle: dpa

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