Sachsen-AnhaltCSD-Veranstalter in Sachsen-Anhalt: Angriff hat Auswirkungen

Am Samstagabend fährt ein Auto in eine Menschenmenge. Eine Frau stirbt, einige weitere Menschen werden teils schwer verletzt. Wie CSD-Anhänger aus Sachsen-Anhalt das Geschehen erlebt haben.
Magdeburg (dpa/sa) - Die Organisatoren der CSD-Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt sind nach dem tödlichen Angriff in Berlin geschockt. "Wir waren gestern selbst bis zum Ende vor Ort", sagte CSD-Sachsen-Anhalt-Sprecher Falko Jentsch der Deutschen Presse-Agentur. Vorfälle wie jene lähmten nicht nur die Leichtigkeit und Lockerheit auf den Veranstaltungen, sie führten in Sachsen-Anhalt zu einem Teilnehmerrückgang und veränderten den Grundgedanken des CSD, sagte er.
Am späten Samstagabend war ein Auto am Rande des Berliner CSD in eine Menschenmenge gefahren. Die Behörden fahnden nach dem Angriff nach dem 21-jährigen Abdul B., der mehr als ein Dutzend Menschen mit einem Van angefahren haben soll. Eine Frau wurde so schwer verletzt, dass sie starb. Der Verdächtige ist den Angaben der Polizei nach polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet.
In Sachsen-Anhalt fanden in diesem Jahr schon einige CSD-Veranstaltungen statt. Dabei kam es auch zu Anfeindungen und Angriffen. Im August und September sind weitere in Naumburg, Magdeburg, Halle, Stendal geplant.