Nordrhein-WestfalenKölner Feuerwehr im Dauer-Einsatz: Menschen mit Überhitzung

Die Feuerwehr trifft bei ihren Hitze-Einsätzen auch auf Menschen mit Hyperthermie - lebensgefährliche Überhitzung des Körpers.
Köln (dpa/lnw) - Die Kölner Rettungskräfte haben in den vergangenen Stunden sieben Menschen bewusstlos in ihren Wohnungen - überwiegend Dachgeschossen - gefunden. Die Diagnose sei Hyperthermie gewesen, eine lebensbedrohliche Überhitzung des Körpers, berichtete die Feuerwehr. Ein Mensch wurde reanimiert.
Ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sind in besonderem Maße gefährdet. Sie verlieren den Angaben zufolge häufig ein Durstgefühl und bemerken eine Dehydration nicht rechtzeitig. Auch ohne Durst soll man viel trinken. Selbst körperlich fitte Personen seien mit einer Körpertemperatur von 42 Grad in Lebensgefahr geraten.
Die Einsatzkräfte appellierten. "Besucht Eure Nachbarn, ruft Eure Eltern an, schaut nach Freunden und Bekannten - ein kurzer Kontakt kann Leben retten."
Der Rettungsdienst der Feuerwehr sei an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. "Nach zehn aufeinanderfolgenden Tagen mit extremer Hitze und ohne nennenswerte nächtliche Abkühlung ist die Lage ernst."