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Nordrhein-WestfalenKurzfilmwettbewerb: Kinder zeigen ihre Zukunftsvisionen

15.08.2026, 05:03 Uhr
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Die NRW-Kinderschutzbeauftragte Petra Ladenburger möchte mehr über die Wünsche und Sorgen junger Menschen erfahren. Dafür geht sie einen ungewöhnlichen Weg.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die unabhängige Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte in Nordrhein-Westfalen, Petra Ladenburger, setzt sich für eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei politischen Entscheidungen ein. Mit einem Kurzfilmwettbewerb möchte Ladenburger herausfinden, wie sich junge Menschen ihre Zukunft vorstellen.

Der Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sei für die erste Jahreshälfte 2027 geplant, sagte Ladenburger der Deutschen Presse-Agentur. "Es geht darum, was für Gedanken Kinder und Jugendliche zum Thema Zukunft haben", so die Fachanwältin für Familienrecht. "Wie möchten sie leben? Was möchten sie verändern? Was macht ihnen Angst, wenn sie an Zukunft denken? Worauf freuen sie sich?"

Die Kurzfilme sollten maximal drei Minuten lang sein und sind an keine formellen Bedingungen geknüpft. Es könnten Spiel- oder Dokumentar- oder auch Trickfilme sein. "Das muss auch nicht technisch hochwertig sein", so Ladenburger. Denkbar seien zum Beispiel eine Gemeinschaftsproduktion in einem Jugendzentrum oder auch ein Handyfilm.

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen würden in verschiedene Altersgruppen aufgeteilt, um vergleichbare Bedingungen zu schaffen. Auch die Jury werde überwiegend mit Kindern und Jugendlichen besetzt sein. Die Filme sollen auf einer Veranstaltung präsentiert werden. Die offizielle Ausschreibung für den Wettbewerb folge noch.

Kinder sollen aktiv mitgestalten

"Es wird darum gehen, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Wünsche und Sorgen und Hoffnungen zu formulieren", sagte Ladenburger. Damit solle ein Zeichen gesetzt werden, dass Kinder ernst genommen würden und aktiv mitgestalten könnten und dass sie Einfluss hätten in der Erwachsenenwelt.

Ladenburger ist seit Februar die erste Kinderschutzbeauftragte in NRW. Ihre Berufung ist auch eine Konsequenz aus schweren sexuellen Missbrauchsfällen von Kindern wie in Lügde, die NRW in den vergangenen Jahren erschüttert hatten. "Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Rechte von Kindern und Jugendlichen bei allen politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Debatten mitgedacht und berücksichtigt werden", hatte Ladenburger versprochen.

Quelle: dpa

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