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Nordrhein-Westfalen Kutschaty fordert neuen Aufbruch der NRW-SPD

Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht im Plenum des Landtages. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Kandidat für den Vorsitz der NRW-SPD, Thomas Kutschaty, hat einen neuen Aufbruch der Landespartei gefordert. Umfragewerte von derzeit 17 Prozent hätten die NRW-SPD "tief getroffen", sagte der Landtagsfraktionschef am Samstag beim digitalen Parteitag der NRW-SPD. Die Partei sei aber stärker als viele es glaubten. "Wenn wir selbst begeistert sind, können wir auch andere Menschen im Land begeistern", sagte der 52-Jährige.

Kutschaty sollte von den rund 450 Delegierten in einer elektronischen Abstimmung zum neuen Landeschef gewählt werden.

Nach der Corona-Krise dürften es kein Zurück in die frühere Normalität geben, "wo eklatante Missstände als normal galten", sagte Kutschaty. Die Postleitzahl des Wohnorts dürfe nicht mehr über die Bildungschancen von Kindern entscheiden. "Bildung muss in unserem Land für alle Menschen unabhängig vom Einkommen verfügbar sein."

Er werde einen Zukunftsrat mit vielen gesellschaftlichen Akteuren einrichten, sagte Kutschaty. Die SPD müsse aber ihr Ohr auch wieder bei den Menschen haben und "in den nächsten Monaten 100 000 Kontakte im Land knüpfen", sagte er. "Die Zukunft gehört nicht den Verzagten, die Zukunft gehört den Mutigen".

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