Nordrhein-WestfalenLaumann: In Krankenhäusern in der Regel keine Klimaanlagen

Nach der Hitze ist vor der Hitze. Dennoch haben viele Krankenhäuser keine Klimaanlagen, sagt NRW-Gesundheitsminister Laumann. Die meisten Hitzetoten gebe es im privaten Bereich.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Trotz wiederholter Hitzephasen sind in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen "in der Regel" keine Klimaanlagen vorhanden. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch im WDR-"Morgenecho". "Das kann man von heute auf morgen auch nicht ändern. Wir arbeiten daran, weil wir uns ja an diese Hitzewellen gewöhnen müssen."
Vor allem am letzten Juni-Wochenende hatten extrem hohe Temperaturen bei vielen Menschen zu gesundheitlichen Problemen geführt. Die Notaufnahmen waren in zahlreichen Kliniken überlastet, Rettungskräfte verstärkt im Einsatz, auch in Altenheimen. Nun soll es erneut heiß werden - laut Deutschem Wetterdienst mit Höchstwerten von 36 Grad in Düsseldorf und Köln am Mittwoch.
Laumann sagte, NRW habe seit 2021 ein Drittel aller Krankenhaus-Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen gesteckt. "Das ist eine Riesensumme." Jedes Jahr bekämen die Krankenhäuser in NRW vom Land insgesamt 700 Millionen Euro für Maßnahmen, über die sie selbst entscheiden könnten. "Davon kann man natürlich auch Klimatechnik machen." Derzeit werde angesichts der extremen Wetterereignisse an einem Förderprogramm für die nächsten Jahre gearbeitet, schilderte der CDU-Politiker.
Minister: Hitzetote vor allem im privaten Bereich
Laumann hatte Mitte Juli unter Berufung auf Schätzungen des Robert Koch-Instituts für diesen Sommer - bis zum 28. Juni - über etwa 1.230 Hitzetote in NRW berichtet. Zu den meisten Fällen, in denen Menschen aufgrund von Hitze sterben, komme es in Privatwohnungen, oft im Dachgeschoss, erläuterte der Minister nun. Umso wichtiger sei es, für die Gefahren der Hitze zu sensibilisieren.