Nordrhein-WestfalenLenkungskreis zur Bonner Nordbrücke sucht nach Lösungen

Alle sind sich einig: Die Verkehrssituation durch die Brückensperrung ist eine Riesenbelastung für die Region. Vertreter von Bund, Land und Kommunen wollen sich regelmäßig treffen und beraten.
Bonn (dpa/lnw) - Nach der Sperrung der Bonner Nordbrücke hat sich der von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) eingerichtete Lenkungskreis von Bund, Land und Kommunen zur ersten Sitzung getroffen. Dabei sei unter anderem besprochen worden, wie der Umleitungsverkehr gemeinsam verbessert werden könne, sagte die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Claudia Elif Stutz, im Anschluss.
Zudem solle es ein abgestimmtes Baustellenmanagement geben. "Dazu haben wir sehr konkrete Schritte vereinbart", sagte Stutz. So solle etwa geprüft werden, ob Baustellen zwischen Köln und Bonn beschleunigt oder verschoben werden könnten. "Es geht einfach darum, ohne Zeitverzug das bestmögliche und schnellstmögliche hier für die Stadt und die Region herauszuholen." Konkrete Maßnahmen hingen aber davon ab, was die noch laufende Brücken-Untersuchung ergeben werde.
Brücke ist Rückgrat für Verkehr in der Region
Die A565-Rheinbrücke war vor einer Woche wegen neu entdeckter Schäden überraschend gesperrt worden. Die Autobahn GmbH prüft derzeit, wie es mit der Brücke weitergehen soll. Das Ergebnis wird im Laufe der kommenden Woche erwartet.
"Die Sperrung hat für uns natürlich eine besondere Bedeutung, weil wir wissen um die sehr großen Herausforderungen für die gesamte Stadt, aber auch für die gesamte Region", sagte Stutz. "Die Brücke ist das Rückgrat für den Pendlerverkehr und den Wirtschaftsverkehr."
Schnieder hatte sich vor Ort ein Bild gemacht
Am Freitag hatte sich Bundesverkehrsminister Schnieder ein Bild von der Situation gemacht und gesagt, die Verbesserung der Verkehrslage dort habe für ihn "absolute Priorität". Der Lenkungskreis mit Vertretern aus Bundesverkehrsministerium, Autobahn GmbH, Land NRW, Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis unter Leitung von Stutz will sich künftig alle zwei Wochen zur Beratung treffen.
Die Bonner Nordbrücke ist Teil der Autobahn 565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region. Über sie rollte bis zur Sperrung deutlich mehr Verkehr als über die lange gesperrte Rahmede-Talbrücke der Sauerland-Linie A45.