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Nordrhein-WestfalenNRW-SPD präsentiert Wüst-Herausforderer

23.01.2026, 03:32 Uhr
Die-Speerspitze-der-nordrhein-westfaelischen-SPD-fuer-die-Landtagswahl-2027-soll-viel-Zeit-bekommen-sich-beim-Wahlvolk-zu-profilieren

Ministerpräsident Wüst sitzt in NRW fest im Sattel. Entsprechend früh rüstet sich die SPD-Opposition, um der CDU bei der Landtagswahl 2027 die Macht im bevölkerungsreichsten Bundesland abzunehmen.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Mehr als ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen legt sich der Vorstand der NRW-SPD bereits fest, wer ihre Spitzenkandidatur übernehmen soll. Am Freitag (16 Uhr) präsentiert die Partei in Düsseldorf die Person, die Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) das Amt streitig machen soll.

Als aussichtsreiche Kandidaten sind in den vergangenen Wochen die Co-Chefin der Landespartei, Sarah Philipp, und Landtagsfraktionschef Jochen Ott gehandelt worden. Der 51-jährige Oppositionsführer Ott und die 42-jährige Duisburger Wirtschaftsgeografin Philipp sind seit vielen Jahren Landtagsabgeordnete.

Offiziell wird der SPD-Spitzenkandidat bei einem Parteitag im Juni gekürt. Die CDU fasst ihren Aufstellungsparteitag erst für das kommende Jahr ins Auge. Erst dann steht fest, ob CDU-Landeschef Wüst erneut als Nummer 1 für seine Partei antritt.

Schwere Aufgabe für die SPD

Die Wahlergebnisse der SPD erreichen in dem Bundesland, das einst als ihr Stammland bezeichnet wurde, seit mehreren Jahren historische Tiefstände. Seit 2017 ist sie nicht mehr an der Regierung in NRW beteiligt. Seit Mai 2022 führt Wüst die erste schwarz-grüne Koalition in der Landesgeschichte, nachdem er zum Ende der vorherigen Wahlperiode bereits die schwarz-gelbe Koalition von Armin Laschet (CDU) übernommen hatte.

Bei der Landtagswahl 2022 war die SPD in NRW auf 26,7 Prozent abgesackt, während die CDU mit 35,7 Prozent klar siegte. Jüngere Umfragen sehen die Sozialdemokraten nur noch bei 19 Prozent. Auf der Suche nach einem Spitzenkandidaten hatten die bundesweit bekannte Arbeitsministerin und SPD-Bundesvorsitzende Bärbel Bas sowie der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link abgewinkt.

Quelle: dpa

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