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Nordrhein-Westfalen Nahles: Weiterbildung von Beschäftigten ein Schwerpunkt

Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit.

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die neue Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, sieht einen wichtigen Schwerpunkt der künftigen Arbeit der Agentur in der Weiterqualifizierung von Arbeitnehmern noch bevor sie arbeitslos werden. Auf ihrer ersten Pressekonferenz in der neuen Funktion sagte Nahles am Mittwoch in Düsseldorf, der digitale und ökologische Umbau der Wirtschaft wirke sich immer stärker auf den Arbeitsmarkt aus. Die Berufsbilder veränderten sich dadurch stark. Deshalb wachse die Notwendigkeit, sich auch im Job weiter zu qualifizieren. Noch sei zu wenig bekannt, dass die Arbeitsagentur auch hierbei helfen könne, betonte Nahles. Allein in NRW gebe es dafür 1000 Mitarbeiter.

Die Arbeitsagentur in Nordrhein-Westfalen startete am Mittwoch Thementage zur "Qualifizierung in der Transformation". Anlässlich der Auftaktveranstaltung betonte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Unternehmer NRW, Arndt Kirchhoff, gut qualifizierte Beschäftigte seien der zentrale Baustein für die künftige Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens. Die Vorsitzende des DGB NRW, Anja Weber, betonte, die Unternehmen müssten sich mit den Betriebsräten für mehr Weiterbildung stark machen. Aber auch der Staat sei gefordert.

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte: "Wir brauchen Hände, die Solaranlagen auf Dächer montieren, die Wärmepumpen installieren, Elektroautos bauen oder Glasfaserkabel verlegen. Und hier mangelt es allerorten an Personal." Betriebe müssten Bewerberinnen und Bewerber ausbilden, der Staat eine moderne Ausbildungsinfrastruktur bereithalten.

Um den Fachkräftemangel zu dämpfen, sei es aber auch notwendig, die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland zu erleichtern, sagte Nahles. Hier habe Deutschland noch zu hohe Hürden - etwa, wenn der Besuch von Deutschkursen im Herkunftsland gefordert werde. Auch die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen sei unnötig kompliziert.

Quelle: dpa

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