Nordrhein-WestfalenNeue Suche nach Beweisen im Fall Anita S.

Eine Suchaktion im Wald bei Witten-Herbede soll neue Beweise im Fall der vermissten Bochumerin Anita S. bringen. Die Ermittlungen laufen seit Jahren – jetzt gibt es eine Anklage wegen Totschlags.
Witten (dpa/lnw) - Mit einer größeren Suchaktion der Polizei in einem Waldstück in Witten-Herbede bemühen sich die Behörden um weitere Beweise im Fall der vermutlich getöteten Bochumerin Anita S.. Die 35-Jährige war 2019 verschwunden, wie eine Sprecherin des Landgerichts Bochum sagte.
2023 sei in dem Waldstück in Witten-Herbede der skelettierte Schädel der Frau entdeckt worden. Die Suchaktion diene dem Auffinden weiterer Beweismittel. Bereits 2020 war der Lebensgefährte von Anita S. vorübergehend in Untersuchungshaft genommen worden.
Inzwischen habe die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags gegen ihn erhoben. Er wohnte damals in Witten-Herbede. Die Anklage sei bislang nicht zum Prozess zugelassen worden, sagte die Gerichtssprecherin. Das Gericht sei auch nicht Initiator der Suchaktion.
Die 35-jährige Bochumerin war im Dezember 2019 in Witten-Herbede zuletzt lebend gesehen worden. Die Polizei hatte bereits damals intensiv am Kemnader See nach der Frau gesucht und eine Mordkommission namens "Stausee" gebildet. Die Bochumer Staatsanwaltschaft hatte eine Belohnung von 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt.