Nordrhein-WestfalenOtt: Landesregierung lässt Familien im Stich

Schlechte Kitas, schlechte Schulen: Oppositionsführer Jochen Ott geht mit der Politik der Landesregierung ins Gericht. NRW drohe zum "familienfeindlichen Land" zu werden.
Schwerte (dpa/lnw) - Der designierte SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Jochen Ott, hat der schwarz-grünen Landesregierung Versagen in der Familienpolitik vorgeworfen. "NRW wird immer mehr zum familienfeindlichen Land", rief er beim politischen Aschermittwoch der SPD-Region Westliches Westfalen in Schwerte. "Zeigt mir in NRW irgendwelche Eltern, die mit der Situation in Kita und Schule zufrieden sind."
In den Kitas würden Gruppen vergrößert, statt die Qualität zu verbessern. An den nordrhein-westfälischen Schulen gebe es viel zu viele Jugendliche, die am Ende ohne Abschluss dastünden, kritisierte der SPD-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag. Auch in der Pflege oder bei der angespannten Wohnsituation würden die Menschen alleingelassen.
Die CDU habe den Familien und den "arbeitenden Menschen in diesem Land nichts zu bieten - keine Hoffnung, kein Aufstieg, keine Sicherheit." Daran müsse die SPD dringend etwas ändern, sagte Ott vor 650 Gästen.