ThüringenVoigt: AfD macht sich Staat "zur Beute"

Gegen die AfD gib es Vorwürfe der Vetternwirtschaft. Thüringens Ministerpräsident hat dazu eine klare Meinung.
Erfurt (dpa/th) - Angesichts der Vorwürfe der Vetternwirtschaft innerhalb der AfD hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hart gegen die Partei ausgeteilt. "Das sind Leute, die dürfen keine Chance in diesem Land bekommen, weil sie sich den Staat zur Beute machen", sagte er beim politischen Aschermittwoch der Thüringer CDU in Apolda. Dass man sich in Verantwortung nicht zuerst um Schulen oder Arbeitsplätze kümmere, sondern um "Posten und Pfründe", habe nichts mit anständiger Politik oder mit Patriotismus zu tun.
Die AfD steht in der Kritik, weil einige Abgeordnete Angehörige von anderen AfD-Abgeordneten als Mitarbeiter beschäftigen. Im Abgeordnetengesetz ist bereits festgelegt, dass Parlamentarier keine eigenen Verwandten, Partner oder Ex-Partner auf Kosten der Steuerzahler anstellen dürfen. Die Beschäftigung solcher Personen in anderen Abgeordnetenbüros ist nicht geregelt.