Nordrhein-WestfalenPolizei schießt auf Randalierer – Verfahren eingestellt

Ein Mann schlägt mit einer Eisenstange um sich und wird anschließend beim Polizeieinsatz angeschossen. Haben die Beamten sich im Oktober in Arnsberg richtig verhalten? Das wurde nun überprüft.
Arnsberg (dpa/lnw) - Nach einem Schuss auf einen randalierenden Mann hat die Staatsanwaltschaft Arnsberg ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Polizeibeamte und eine -beamtin wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt eingestellt. Der Einsatz der Schusswaffe sei in diesem Fall rechtmäßig gewesen, teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizei Dortmund in einer gemeinsamen Mitteilung mit.
Die Polizei hatte bei einem Einsatz am 11. Oktober in Arnsberg im Hochsauerlandkreis auf einen randalierenden Mann geschossen. Nach Angaben der Behörde hatte der 40-Jährige in der Innenstadt zuvor mit einer Eisenstange um sich geschlagen. Demnach demolierte er drei Streifenwagen und drohte den Einsatzkräften. Daraufhin sei er durch einen Schuss ins Bein handlungsunfähig gemacht worden. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht.
Randalierer soll nicht auf Warnung reagiert haben
Nach dem Einsatz hatte die Polizei Dortmund unter Federführung der Staatsanwaltschaft Arnsberg die Ermittlungen zu dem Sachverhalt aufgenommen. Gegen die drei Einsatzkräfte wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet - wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt.
Dabei stellte sich der Mitteilung zufolge heraus, dass die Polizei den 40-Jährigen mehrmals vergeblich aufgefordert hatte, die Eisenstange fallen zu lassen. Der Mann habe jedoch auf Warnungen und Warnschüsse nicht reagiert. Insgesamt seien während des Einsatzes sieben Schüsse abgegeben worden, davon sechs Warnschüsse, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Einer der Beamten schoss schließlich ins Bein, um die weiter bestehende Gefahr für Leib und Leben abzuwehren.
Gegen den 40-jährigen Mann wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Arnsberg ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Bedrohung eingeleitet.