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Nordrhein-Westfalen Prozess gegen Mutter: Kleinkinder durch OPs gefährdet?

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Paderborn (dpa/lnw) - Eine Mutter aus Büren (Landkreis Paderborn) steht seit Dienstag vor dem Landgericht in Paderborn, weil sie zwei ihrer Kinder unnötig einer Operation unterzogen haben soll. Ihr wird gefährliche Körperverletzung, schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen und vorsätzliche Körperverletzung in insgesamt fünf Fällen vorgeworfen.

Die Angeklagte aus dem Kreis Paderborn soll zwischen November 2015 und Oktober 2018 gegenüber Ärzten unzutreffende Angaben zum Gesundheitszustand der beiden kleinen Mädchen gemacht haben, um medizinisch nicht nötige ärztliche Behandlungen zu erreichen. Der einen Tochter soll deshalb noch als Baby ein künstlicher Darmausgang gelegt worden sein. Die andere, 2017 geborene Tochter soll operativ eine Magensonde bekommen haben, die jedoch keine ausreichende Ernährung gewährleistet und hochgradiges Untergewicht verursacht habe.

Zum Prozessauftakt bestritt die 32 Jahre alte Angeklagte, zwei ihrer drei Kinder bewusst Leid zugefügt zu haben. Vielmehr seien die Behandlungen aufgrund gesundheitlicher Probleme der Kinder und auf Anraten von Ärzten erfolgt.

Der Prozess wird Mitte Dezember fortgesetzt.

Quelle: dpa

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