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Nordrhein-Westfalen Quarantäne-Entschädigung: Kritik von Verdi und Streeck

Ein Impfpass und ein Smartphone mit der CovPass-App liegen auf einem Impfzertifikat. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

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Köln (dpa/lnw) - Die Gewerkschaft Verdi hat kritisiert, dass ungeimpfte Arbeitnehmer in Corona-Quarantäne künftig keine Entschädigung mehr für Verdienstausfälle bekommen sollen. Es sei "ziemlich herb", dass damit "enormer Druck" auf die Beschäftigten ausgeübt werden solle, sagte NRW-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt am Donnerstag im "Morgenecho" auf WDR 5. Es handele sich um eine "Existenzfrage". Zu befürchten sei Unruhe in den Betrieben und eine weitere Spaltung.

Auch der Virologe Hendrik Streeck bemängelte die geplante Neuregelung in der ARD-Talksendung "maischberger. die woche" am Mittwochabend. "Wir arbeiten mit Strafen und das führt zu einem Druck, wo der Mensch am Ende sagt: Ich sage meinem Arbeitgeber gar nicht, dass ich Corona habe", meinte Streeck. Schlimmstenfalls gingen Ungeimpfte infiziert ins Büro und trügen das Virus weiter.

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen. Betroffen sind davon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Entscheidung zur Streichung der Verdienstausfälle verteidigt, es gehe nicht um Druck, sondern es sei auch eine Frage von Fairness.

© dpa-infocom, dpa:210923-99-324461/2

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