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Nordrhein-Westfalen Rentner soll Ehefrau zu Tode geschlagen haben: Prozess

Das Eingangsportal des Landgerichts. Foto: Oliver Berg/dpa

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Bonn (dpa/lnw) - Rund ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod seiner Ehefrau steht ein 71-Jähriger in Bonn wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Heimleiter einer katholischen Einrichtung vor, seine Frau in einer Nacht im Juli 2020 während eines Streits mehrfach auf Kopf, Schulter und Arm geschlagen zu haben. Die 67-Jährige habe dadurch unter anderem Blutungen unter der Hirnhaut erlitten, die letztlich tödlich gewesen seien.

Der Angeklagte bestritt in den Ermittlungen, seine Ehefrau, mit der er über 25 Jahre verheiratet gewesen war, überhaupt geschlagen zu haben. "Der Tod meiner Frau hat mich total aus der Bahn geworfen", sagte der Deutsche am ersten Prozesstag am Dienstag. "Die Tatsache, dass sie nicht mehr ist, habe ich bis heute nicht realisiert."

Sein Verteidiger beantragte, durch ein rechtsmedizinisches Gutachten zu klären, wodurch die Verletzungen bei der Toten entstanden sind. Es sei nicht auszuschließen, dass die Verstorbene durch Stürze oder Kollisionen mit Möbeln sich selbst verletzt haben könnte. Auch durch intensive Wiederbelebungsmaßnahmen könnte es zu zusätzlichen Hämatom-Bildungen gekommen sein.

© dpa-infocom, dpa:210921-99-301668/2

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