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Nordrhein-WestfalenWassermangel bedroht die Wildtierwelt

13.08.2026, 12:14 Uhr
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Der Deutsche Tierschutzbund warnt: Wildtiere kämpfen wegen der Hitze gerade ums Überleben. Was getan werden kann, um zu helfen.

Bonn (dpa/lnw) - Ausgetrocknete Bäche und zu warme Teiche: Auch Wildtiere leiden in Deutschland unter der immer wiederkehrenden Hitze in diesem Sommer. Vor allem der Wassermangel stellt eine Gefahr für die Tiere dar, wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilte. "Im schlimmsten Fall drohen sie zu verdursten oder zu ersticken", sagte Paulina Kuhn, Fachreferentin für Wildtiere.

Eichhörnchen, Rehen, Igeln und weiteren Tieren fehle es an Trinkstellen und Möglichkeiten zum Abkühlen. Besonders gefährdet sind laut Tierschutzbund Jungtiere, die keine weiten Strecken zu Wasserstellen zurücklegen können. Fische und andere Wassertiere treffen neben sinkenden Wasserständen außerdem steigende Temperaturen in Gewässern. Ebenso kann die Nahrungssuche zum Problem werden, weil sich Würmer und Insekten tiefer in den Boden zurückziehen.

Forderung nach Wildtiermanagement

"Im Grunde trifft es jedes Tier", betonte Lutz Kaczmarsch vom Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen. Dementsprechend kämpfe auch die Wildtierwelt in NRW mit den Folgen der Hitze. Kaczmarsch fordert deshalb ein besseres Wildtiermanagement für das Bundesland. Bislang fühle sich niemand zuständig oder wolle die Kosten für Hilfsmaßnahmen übernehmen.

Verletzte Wildtiere würden oft nicht behandelt werden, weil die Tierkliniken niemanden für die Bezahlung belangen könnten. Tierauffangstationen würden oftmals privat betrieben und Hilfsaktionen aus eigener Tasche gezahlt, meint Kaczmarsch.

Wie wir Menschen helfen können

In ihrer Not sind Wildtiere mehr und mehr auf menschliche Hilfe angewiesen. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt deshalb an geschützten, schattigen Stellen flache Wasserschalen als Trinkmöglichkeit aufzustellen. Diese sollten täglich gereinigt und neu befüllt werden. Steine oder Äste in der Schale helfen, dass auch Insekten sich mit Wasser versorgen können.

Bedrohte Fische sollten Behörden wie dem Wasserwirtschaftsamt oder Fischereivereinen gemeldet werden. Jungvögel, die aus ihren aufgeheizten Nestern springen, können einer Wildtierauffangstation gemeldet werden.

Quelle: dpa

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