Nordrhein-WestfalenWieder weniger Kirchenaustritte in NRW

Die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt schon lange. Im vergangenen Jahr hat sich dieser Trend in NRW allerdings erneut abgeschwächt.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Im vergangenen Jahr sind in Nordrhein-Westfalen wieder weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten als im Jahr zuvor. Die Zahl der Kirchenaustritte in NRW habe 2025 bei 152.783 gelegen, teilte das Justizministerium in Düsseldorf mit. 2024 waren es 160.469 - 2023 noch viel mehr mit 197.012 Austritten.
Eine Unterteilung nach Konfessionen ist anhand der Statistik des Justizministeriums nicht möglich. Einen Kirchenaustritt muss man beim jeweiligen Amtsgericht beantragen, weshalb das Ministerium überhaupt landesweite Zahlen dazu hat.
Die evangelische und die katholische Kirche verlieren seit vielen Jahren permanent Mitglieder, was in erster Linie auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen zurückgeführt wird: Während in der Nachkriegszeit noch fast jeder Bundesbürger kirchlich sozialisiert wurde, gilt dies heute nur noch für eine Minderheit. Anders als früher hat man im Normalfall auch keine Nachteile zu befürchten, wenn man aus der Kirche austritt.