Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & SaarlandDeutlich mehr Professorinnen in Rheinland-Pfalz

14.08.2026, 10:49 Uhr
Obwohl-die-Anzahl-weiblicher-Professuren-stark-gestiegen-ist-gibt-es-weiterhin-deutlich-mehr-Maenner-in-der-Stellung

Der Anteil von Professorinnen an Hochschulen in Rheinland-Pfalz ist in zehn Jahren deutlich gestiegen. Dennoch gibt es weiter große Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Bad Ems (dpa/lrs) - An rheinland-pfälzischen Hochschulen lehren und forschen deutlich mehr Professorinnen als noch vor zehn Jahren. Die Zahl der mit Frauen besetzten Professuren stieg gegenüber 2015 um rund 53 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte. Von den rund 2.200 Professorinnen und Professoren waren 2025 etwa 650 Frauen (29 Prozent).

Obwohl deutlich mehr Frauen als noch vor zehn Jahren Professorinnen seien, bestünden in diesen statushohen Positionen weiterhin deutliche Geschlechterunterschiede. Die Zahl der Professoren sei mit landesweit rund 1.600 etwa zweieinhalbmal höher als die der Professorinnen. "Während bei den Männern rund 18 Prozent des wissenschaftlichen Personals Inhaber einer Professur oder eines Lehrstuhls waren, hatten weniger als zehn Prozent der Wissenschaftlerinnen die Stellung einer Professorin."

Im Schnitt 47 Studierende je Professor oder Professorin

Im Schnitt betreue jede Professorin oder jeder Professor über alle Hochschulen gesehen 47 Studierende. Das beste Betreuungsverhältnis wiesen demnach die eher kleineren Hochschulen wie die Theologische Fakultät Trier (1:9) oder die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer (1:16) auf. "Eine vergleichsweise hohe Studierendenzahl je Professur wurde an den Universitäten Koblenz (1:93) und Trier (1:61) sowie an der Vinzenz Pallotti University gGmbH Vallendar (1:58) verzeichnet."

Rund 2.400 der 15.600 wissenschaftlich Beschäftigten in Rheinland-Pfalz hatten im Jahr 2025 demnach eine ausländische Staatsangehörigkeit. "Die meisten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stammten aus Indien (295), Italien (160), Iran (155) sowie China (135)", teilten die Statistiker mit.

Quelle: dpa

Regionales