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Rheinland-Pfalz & SaarlandEin Affenbaby und vier Mähnenschwein-Ferkel

08.07.2026, 17:36 Uhr
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(Foto: Christina Schubert/Zoo Landau/dp)

Ein Braunkopfklammeraffe klammert sich an die Mutter, energiegeladene Ferkel tollen durchs Gehege – warum der Nachwuchs im Zoo Landau viel mehr als eine Besucherattraktion ist.

Landau in der Pfalz/Neuwied (dpa/lrs) - Gestreifte Ferkel und ein gut behütetes Affenbaby: Im Zoo in Landau in der Pfalz gibt es bei zwei vom Aussterben bedrohten Arten Nachwuchs.

Ende Juni kam ein Braunkopfklammeraffe auf die Welt, wie der Zoo nun mitteilte. Es sei schon das achte Jungtier der erfahrenen Mutter, die das Kleine gut geschützt an ihrem Bauch umhertrage.

Die Art ist besonders bedroht: Sie kommt aus dem schrumpfenden kolumbianischen Regenwald und wird in der Natur bejagt. In Landau leben demnach jetzt 16 Tiere dieser Affenart. Nach Angaben des Zoos ist es die größte Gruppe in einem europäischen Zoo ist.

Vier quirlige Ferkel

Gleich vierfachen Nachwuchs gibt es bei den Visayas-Mähnenschweinen in Landau. Seit Mitte Juni sind dort ein männliches und drei weibliche Ferkel zu Hause. Die energiegeladenen Kleinen haben das gestreifte Fell, das für Wildschwein-Jungtiere typisch ist und der Tarnung dient.

Ihre Art gehört nach Angaben des Zoos zu den am stärksten bedrohten Schweinearten der Welt: Visayas-Mähnenschweine sind ausschließlich auf philippinischen Inseln beheimatet. Der Zoo in Landau nimmt demnach an einem Programm teil, das einen Reservebestand in Menschenobhut aufbauen soll.

Eine neue Löwin in Neuwied

Auch der Zoo Neuwied hat bedeutenden Zuwachs bekommen - aller allerdings ist dieser nicht mehr ganz so jung: Löwin Swana wurde schon 2020 in Frankreich geboren, ist Ende Juni nach Neuwied umgezogen und gewöhnt sich dort nun ein, wie es vom Zoo hieß. Die eher zierliche Löwin sei noch etwas vorsichtig unterwegs, was nach einem Umzug aber normal sei. Sie erkunde jetzt die Anlage und übe Alltagsabläufe mit den Tierpflegern.

Später soll Swana dann ihren zukünftigen Mitbewohner näher kennenlernen: den Löwenkater Julius. Beide gehören zu einer Gruppe von Löwen, die in ihrem natürlichen Lebensraum in Nordafrika schon seit Jahrzehnten als ausgestorben gelten. Die Erhaltungszucht in Zoos ziele darauf ab, ihre genetische Linie zu erhalten.

Erst einmal sollen sich Swana und Julian aber nur durch Gitter kennenlernen: Sie treffen erst aufeinander, wenn sie von sich aus Interesse aneinander zeigen.

Quelle: dpa

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