Nordrhein-WestfalenBundespolizei setzt verstärkt auf Hubschrauber an der Grenze

Mit Großhubschraubern vom Typ "Puma" will die Bundespolizei an der Grenze zu den Niederlanden und Belgien gegen Schleuserkriminalität vorgehen. Das biete einige Vorteile.
Aachen (dpa/lnw) - Die Bundespolizei setzt bei der Bekämpfung von Schleuserkriminalität und bei der Überwachung der Grenzen zu den Niederlanden und Belgien im Raum Aachen aktuell vermehrt auf Hubschrauber. Seit Dienstag setzt die Behörde verstärkt Geräte des Typs "Puma" ein, wie ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte. Zuerst hatte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) darüber berichtet.
Ziel der Maßnahme ist es, Schleuserkriminalität und andere Delikte effektiver zu bekämpfen. Durch die zusätzliche Luftunterstützung könnten Einsatzkräfte flexibler auf Lageentwicklungen reagieren und Kontrollpunkte in kürzester Zeit verlegen. Während die Kontrollen bislang vornehmlich am Boden stattfanden, wird das Gebiet nun systematisch auch aus der Luft überwacht.
Die Hubschrauber sollen dem Sprecher zufolge "immer mal wieder" eingesetzt werden, wenn sie und ausreichend Personal zur Verfügung stehen und die Lage es erfordert. Die Grenze, die die Bundespolizeiinspektion Aachen zu kontrollieren hat, sei immerhin rund 200 Kilometer lang. Doch auch andere Bundespolizeiinspektionen könnten auf die Hubschrauber zugreifen.
Die nun eingesetzten Maschinen vom Typ "Puma" bieten im Vergleich zu den zuvor genutzten Modellen deutlich erweiterte Transportkapazitäten, sie können der Bundespolizei zufolge bis zu 20 Einsatzkräfte gleichzeitig befördern, was eine schnelle Verlegung von Personal an wechselnde Brennpunkte ermögliche.