Rheinland-Pfalz & SaarlandErneuter GDL-Warnstreik legt Saarbahn ab Donnerstag lahm

Ab Donnerstag steht bei der Saarbahn alles still: Die GDL bestreikt den Betrieb erneut – und das Ende ist offen. Was steckt hinter dem festgefahrenen Tarifstreit?
Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft bei der Saarbahn erneut zum Warnstreik auf. Die Maßnahme solle an diesem Donnerstag (17.00 Uhr) starten, teilte die GDL mit. Das Ende des Streiks werde gesondert bekanntgegeben, hieß es.
Die GDL begründete den Schritt mit dem festgefahrenen Tarifkonflikt. Die Saarbahn habe bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, erklärte die Gewerkschaft. Zudem wirft sie dem Arbeitgeber vor, einen geplanten Verhandlungstermin Ende Juni platzen gelassen zu haben. Die GDL bedauere die Auswirkungen auf die Fahrgäste der Saarbahn ausdrücklich, so die Gewerkschaft. "Angesichts der fortgesetzten Verweigerungshaltung des Arbeitgebers sind ihr jedoch die Hände gebunden."
Saarbahn mit zwei Tarifverträgen
Die Entschlossenheit der Beschäftigten sei eindeutig, betonte die GDL. Sowohl die Urabstimmung als auch die bisherigen Streikmaßnahmen seien mit 100-prozentiger Beteiligung getragen worden. "Die Saarbahn ignoriert damit nicht nur die berechtigten Forderungen der Beschäftigten, sondern auch das klare Signal aus dem Betrieb."
Bei der Saarbahn gibt es zwei Tarifverträge: einmal mit Verdi – er gilt für den größten Teil der Beschäftigten. Der Zweite mit der GDL finde bei rund 15 Prozent der Beschäftigten Anwendung. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es mehrfach Arbeitsniederlegungen gegeben.