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Rheinland-Pfalz & Saarland Ein Jahr Antisemitismusbeauftragter

Der Antisemitismusbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard. Foto: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz/Peter Pulkowski/Archivbild

(Foto: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz/Peter Pulkowski/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Die Zahl der antisemitisch motivierten Straftaten in Deutschland haben zugenommen und Außenminister Heiko Maaß (SPD) will den Kampf dagegen verstärken. In Rheinland-Pfalz ist die Zahl dieser Straftaten auch gestiegen, trotz der intensiven Bemühungen des Antisemitismusbeauftragten Dieter Burgard. Rheinland-Pfalz habe - gemessen an der Bevölkerungszahl - zwar die wenigsten dieser Straftaten, sagte Burgard der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Trotzdem sind es zu viele."

Von 2017 auf 2018 habe es einen "drastischen Anstieg" von 21 auf 32 Taten gegeben. Die meisten seien rechtsextrem motiviert, sagte Burgard. In den ersten beiden Monaten 2019 wurden bereits neun solcher Straftaten registriert. Wenn sich das so fortsetzt, wäre dies noch einmal ein deutlicher Zuwachs.

Burgard ist als Beauftragter der Ministerpräsidentin seit einem Jahr für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen im Amt. Rheinland-Pfalz sei das erste Bundesland gewesen, dass beschlossen habe, dieses Amt einzuführen. Der Vorsitzende des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz, Avadislav Avadiev, sagte: "Burgard versucht viel zu bewegen, und seine Arbeit ist selbstverständlich spürbar."

Homepage Antisemitsmusbeauftragter Burgard

Zentralrat der Juden in Deutschland, Landesverband Rheinland-Pfalz

Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion - Drucksache 17/8558

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