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Rheinland-Pfalz & Saarland GdP fordert "achtsame Aufklärung" der Ahr-Flut

Die bei der Flut zerstörte Bogenbrücke  erinnert die Bewohner noch  an die Gewalt der Wassermassen.

(Foto: Boris Roessler/dpa/Boris Roessle)

Mainz (dpa/lrs) - Angesichts der Aufregung über überraschend aufgetauchten Polizeihelikopter-Videos der Ahr-Flut 2021 fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine "achtsame Aufklärung". Die laut Polizei versehentlich vergessenen Filme zeigen Menschen in höchster Not im Hochwasser und waren nach eigener Aussage auch dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz (SPD) bis vor kurzem nicht bekannt. CDU und AfD fordern seinen Rücktritt. In der Sturzflut waren im Juli 2021 mindestens 134 Menschen gestorben.

GdP-Landeschefin Sabrina Kunz teilte am Donnerstag mit: "Aus Rücksicht auf die Betroffenen im Ahrtal und alle die Menschen, die während und nach der Naturkatastrophe ihr Leben riskiert haben, um Menschenleben zu retten und zu helfen, appelliere ich an die parlamentarischen Vertreterinnen und Vertreter, die inhaltliche Aufbereitung und Debatte über die Aufklärung der Katastrophennacht wieder im Untersuchungsausschuss zu führen." Das Gremium des Mainzer Landtags soll an diesem Freitag wieder zusammenkommen.

Laut Kunz unterstützt die GdP "die sachorientierte Aufklärung politischer Verantwortlichkeiten". Diese Untersuchung dürfe aber keinen Raum für Spekulationen lassen. "Die Betroffenen und all diejenigen, die im Einsatz waren und ihr Leben riskiert haben, verdienen eine würdevolle und wertschätzende Aufklärungsarbeit", betonte die GdP-Landesvorsitzende.

Im Raum steht der Vorwurf, dass Behörden bei der Rettung von Flutopfern teils zu wenig abgestimmt und zu spät gehandelt haben könnten.

Quelle: dpa

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