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Rheinland-Pfalz & Saarland Im Prozess um Amokfahrt in Trier sagen Augenzeugen aus

Ein Schild am Landgericht in Trier. Foto: Birgit Reichert/dpa

(Foto: Birgit Reichert/dpa)

Trier (dpa/lrs) - Im Prozess gegen den mutmaßlichen Trierer Amokfahrer werden heute (9.00 Uhr) erstmals Bürger gehört, die zum Zeitpunkt der Tat zufällig vor Ort waren. Sie hätten sich vor oder bei der Festnahme des Angeklagten in der Nähe der Porta Nigra und der angrenzenden Christophstraße aufgehalten, teilte das Landgericht Trier mit. Zudem werde ein weiterer Polizeibeamter aussagen. Bei der Amokfahrt in Trier waren am 1. Dezember 2020 fünf Menschen getötet worden. Zudem gab es zahlreiche Verletzte und Traumatisierte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Der 51-Jährige soll mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen. Dabei sei er in einem Zickzack-Kurs wahllos und gezielt auf Passanten zugefahren.

Beim letzten Verhandlungstag hatten mehrere Polizisten ausgesagt, die bei der Festnahme dabei waren. Sie berichteten, dass der Mann ruhig und gelassen hinter seinem dann geparkten Auto auf die Beamten gewartet habe. Der Angeklagte hatte beim Prozessauftakt am 19. August gesagt, er wolle keine Aussage machen. Der Prozess gegen den Deutschen ist bis Ende Januar 2022 terminiert.

© dpa-infocom, dpa:210920-99-291966/2

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