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Rheinland-Pfalz & Saarland Inflation und Kosten drücken Hornbach-Gewinn

Einkaufswagen der Baumarktkette Hornbach stehen vor einer Filiale.

(Foto: picture alliance/David Ebener/dp)

Der Betreiber von Bau- und Gartenmärkten hat in der Pandemie vom Rückzug vieler Menschen in die eigenen vier Wände profitiert. Sorgen machen jetzt aber die Folgen des Ukraine-Krieges.

Bornheim (dpa/lrs) - Inflation und erhöhte Kosten haben sich im zweiten Geschäftsquartal deutlich auf den Gewinn der für ihre Baumarktkette bekannten Hornbach Holding ausgewirkt. Unter dem Strich verdiente das Pfälzer Unternehmen zwischen Juni und August mit 90,4 Millionen Euro rund ein Viertel (23,6 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum, wie Hornbach am Donnerstag in Bornheim mitteilte.

"Wie Sie alle wissen, hat das erste Halbjahr unseres Geschäftsjahres eine Vielzahl an Herausforderungen mit sich gebracht", sagte der Vorstandschef der Hornbach Management AG, Albrecht Hornbach. "Die Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von bestimmten Warengruppen und die daraus resultierenden hohen Beschaffungskosten kannten wir schon vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine."

Hinzugekommen seien explosionsartig gestiegene Energiekosten und die Inflation. "Dies betrifft natürlich nicht nur uns, sondern auch unsere Kundinnen und Kunden und wirkt sich daher unmittelbar auf ihr Kaufverhalten aus", meinte Hornbach. "Ich glaube, es wird die wenigsten von Ihnen verwundern, wenn ich sage, dass uns ein unsicherer Winter bevorsteht." Die Lage der Gasversorgung sei ebenso unklar wie die Verfügbarkeit von Waren. Er sei aber optimistisch.

Finanzchefin Karin Dohm sagte, die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen sei kleiner geworden. Die höheren Einkaufspreise habe das im SDax notierte Unternehmen im ersten Geschäftshalbjahr nur zum Teil an die Kunden weitergegeben. "Unsere Verkaufspreise sind über das gesamte Sortiment hinweg in etwa um acht Prozent angestiegen."

Unterdessen schaffte es das Unternehmen, den Umsatz über den Rekordwert des Vorjahreszeitraumes leicht auf 1,65 Milliarden Euro zu steigern. Kunden hätten besonders nach Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz gefragt, hieß es.

Quelle: dpa

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