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Rheinland-Pfalz & Saarland"Der Vorverkauf knallt" - Opernfestspiele mit neuem Stück

24.03.2026, 04:32 Uhr
In-diesem-Sommer-wird-das-Musical-West-Side-Story-gespielt

Große Oper auf einer Bergehalde gibt es im Saarland seit dem Sommer 2024. Nach der Zauberflöte wird es in diesem Jahr jazzig-rockig.

Ensdorf (dpa/lrs) - Die Opernfestspiele am Saarpolygon sind diesen August mit dem US-amerikanischen Musical "West Side Story" am Start. "Nach der Zauberflöte brauchen wir einen zweiten Blockbuster", sagte Festspielleiter Joachim Arnold der Deutschen Presse-Agentur. Für die Aufführungen auf einer ehemaligen Bergehalde in Ensdorf (Kreis Saarlouis) seien schon mehr als 12.000 Tickets verkauft. "Der Vorverkauf knallt", sagte Arnold.

Im dritten Jahr hätten sich die Opernfestspiele bereits etabliert und über das Saarland hinaus einen Namen gemacht. In den ersten beiden Jahren kamen laut Arnold insgesamt 25.000 Menschen, um die Inszenierung der Oper "Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart zu erleben.

Nach acht Aufführungen 2025 seien nun bis zu 14 Aufführungen geplant. "Wir haben das Ziel, dass wir bei der "West Side Story" eine Spielzeit mit bis zu 19.000 Zuschauer bekommen", sagte er. Beim Vorverkauf merke man, dass viele neue Ticketbucher darunter seien. Die neue Auflage der Reihe geht vom 13. bis zum 30. August.

Stahl-Skulptur ist Manhattan

Das "Saarpolygon" ist eine rund 30 Meter hohe Großskulptur aus Stahl, die als das zentrale Denkmal zum Ende des Bergbaus im Saarland errichtet wurde. Das Kunstwerk werde in die Inszenierung einbezogen: "Das Saarpolygon ist die Skyline von Manhattan, das bessere New York."

Brooklyn, das andere New York, damals mit seinen Jugend- und Straßengangs, werde mit Gerüsten und Containern gebaut. "Wir arbeiten viel mit Rost, Stahl und Graffiti", sagte Arnold. Gespielt werde die Original-Broadway-Fassung mit fast 30 Musikern, die live spielten. Mit Darstellern werde das Ensemble insgesamt rund 70 Menschen umfassen.

Zudem werde es wieder viel Lichtprojektionen und Video rund um die 30 Meter breite Bühne geben. Das Budget liege derzeit bei 1,6 Millionen Euro, davon kämen 250.000 Euro vom Land. Arnold will die Festspiele ab 2027 in einer neue Organisations- und Trägerform überführen - mit öffentlicher Beteiligung. "Für einen alleine ist das eine Nummer zu groß", sagte er.

Arnold, der an der Idee der Opernfestspiele schon seit 2018 gearbeitet hat, ist ausgebildeter Pianist und Dirigent. Er hat schon etliche Opern und Musicals produziert, 1999 hatte er die Musik und Theater Saar GmbH gegründet. Zudem arbeitete er an zahlreichen Opern- und Theaterhäusern bundesweit und im Ausland.

Quelle: dpa

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