Rheinland-Pfalz & SaarlandStadt Ludwigshafen trauert um Monsignore Erich Ramstetter
Ludwigshafen (dpa/lrs) - Der Ludwigshafener Ehrenbürger und ehemalige Stadtdekan der katholischen Kirche, Monsignore Erich Ramstetter, ist tot. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 96 Jahren, wie die Stadt Ludwigshafen am Montag mitteilte. Ramstetter verband eine jahrzehntelange enge Freundschaft mit dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), der 2017 in Ludwigshafen gestorben war.
Ramstetter sei "ein Kirchenrepräsentant mit Leidenschaft und Sachverstand" gewesen, schrieb Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) in einer Mitteilung. "Die Stadt Ludwigshafen am Rhein verliert mit Monsignore Erich Ramstetter eine kirchlich und sozial engagierte Persönlichkeit, einen aufrechten Theologen und Demokraten. Wir werden seiner mit Dankbarkeit und Hochachtung gedenken." Der Termin für die Trauerfeier steht noch nicht fest.
Der in Ludwigshafen geborene Ramstetter war zunächst Pfarrer, dann Dekan an der katholischen Kirche St. Josef in Friesenheim. Am 30. Juni 1998 trat er laut Stadt in den Ruhestand - hielt aber noch lange und regelmäßig Gottesdienste. Er war in vielen Ausschüssen und Gremien aktiv, gründete eine Stiftung und engagierte sich in einer Partnerschaft mit Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt.
Kohl und Ramstetter hatten sich 1960 kennengelernt, als der Geistliche die Pfarrstelle antrat. Er hat Kohl auf vielen Wegen begleitet. Sie feierten nicht nur Geburtstage zusammen, Ramstetter traute 2001 Kohls Sohn Peter und hielt im selben Jahr die Totenmesse für Kohls Frau Hannelore. Einige Jahre später traute er den Altkanzler und seine neue Frau.