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Rheinland-Pfalz & SaarlandVon klein auf: Saarland setzt auf gesunde Ernährung

10.02.2026, 15:08 Uhr
Frisches-Obst-und-Gemuese-soll-es-auch-kuenftig-fuer-mehrere-tausend-Kinder-im-Saarland-kostenlos-geben

"Hauptsach gudd gess" gilt als saarländische Lebensmaxime. Ministerin Petra Berg versteht noch mehr darunter - vor allem für Kinder und Jugendliche.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Das Saarland will die nachhaltige und gesundheitsfördernde Ernährung vor allem in Kitas und Schulen weiter fördern. Dabei setzt Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Petra Berg (SPD) nicht nur auf die Schulung von Fachkräften, Bildungsmaterialien und Kochkurse, sondern auch auf die gesunde und regionale Verpflegung vor Ort.

Auch im nächsten Schuljahr sollen wieder entsprechende Gelder für das EU-Schulobstprogramm zur Verfügung stehen, kündigte sie an. Aktuell gibt das Land dafür knapp 600.000 Euro, von der EU kommen 256.000 Euro.

Derzeit profitieren 32.200 Kinder und Jugendliche an 244 Schulen von dem Angebot: Sie erhalten wöchentlich kostenlos 200 Gramm frisches Obst und Gemüse. Darüber hinaus hätten dank 50.000 Euro des Sozialministeriums auch 1.680 Kita-Kinder aus Perspektivquartieren in Neunkirchen, Völklingen und Saarbrücken-Burbach mit den frischen Lebensmitteln beliefert werden können.

"Das ist für viele Kinder sehr sehr wichtig, weil sie es sonst in ihrer Ernährungsumgebung einfach nicht bekommen", sagte Berg. Wer von dem Programm im nächsten Schuljahr profitieren wird, sei noch offen: Dafür können sich die Einrichtungen noch bis zum 6. März bewerben.

Im Kontext mit Ernährung spiele die Habitualisierung eine besondere Rolle, so die Ministerin. Gesundheitsförderndes und nachhaltiges Essverhalten müsse durch wiederholte regelmäßige Angebote trainiert und zur Gewohnheit werden. Besonders am Herzen liegt ihr, "dass wir uns nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch regional ernähren, denn damit können wir Gesundheit und Umwelt- und Klimaschutz miteinander verbinden." Vor diesem Hintergrund fördere man das Anlegen von Schul- und Kitagärten - ein Projekt, das große Wirkung zeige.

Darüber hinaus kündigte die Ministerin für dieses Jahr einen Ernährungskongress an, der sich an Caterer, soziale Einrichtungen, Kitas, Schulen und medizinische Fachkräfte richte. Zudem werde man weiter den saarländischen Ernährungspreis ausloben, um Einrichtungen auszuzeichnen, die das Essverhalten der Kinder und Jugendlichen positiv beeinflussen und mit kreativen Ideen und Konzepten vorangehen.

Auch wenn im Saarland das Motto "Hauptsach gudd gess" herrsche, sei doch klar: "Ernährung ist viel mehr als Nahrungsaufnahme", so Berg. "Sie stärkt Körper und Geist, sie bringt Menschen zusammen. Dabei zu unterstützen, das ist unser Auftrag."

Quelle: dpa

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